Bühne & Theater

Die Vermessung der Welt

Schauspiel von Daniel Kehlmann
-Badische Landesbühne, Bruchsal-


Daniel Kehlmann wird 1975 in München geboren. An der Universität Wien studiert er Philosophie und Germanistik. 1997 erscheint mit Beerholms Vorstellung sein erster Roman. Er schreibt Essays und Rezensionen für verschiedene Magazine und Zeitungen und arbeitet als Poetikdozent. Kehlmann wird unter anderem mit dem Kleist-Preis, dem Candide-Preis und dem WELT-Literaturpreis geehrt. Die Vermessung der Welt ist einer der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit.


Wann immer einen die Dinge erschreckten, sei es eine gute Idee, sie zu messen.

Der Naturforscher Alexander von Humboldt und der Mathematiker Carl Friedrich Gauß sind zwei Wissenschaftler, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, und doch vereint sie ein Leben lang ein und dasselbe Ziel: die Vermessung der Welt. Während sich der Empiriker Humboldt durch Urwald und Steppe kämpft, den Orinoko befährt, in Erdlöcher kriecht und unzählige Selbstversuche macht, beweist der Analytiker Gauß die Krümmung des Raumes von seinem Schreibtisch aus.

1828 lädt Humboldt den Mathematiker zum Naturforscherkongress nach Berlin ein. Gauß hat keine große Lust, seine Heimatstadt zu verlassen, gibt aber Humboldts Drängen schließlich nach und besteigt die Kutsche. Begleitet wird er von seinem Sohn Eugen, den Gauß für völlig beschränkt hält. Und so kommt es, dass sich die beiden mittlerweile gealterten Geistesgrößen zum ersten Mal begegnen. Während sie darüber debattieren, wer von beiden seinem Lebensziel näher gekommen sei, und was wahre Wissenschaft ausmache, gerät Eugen in eine Demonstration und wird verhaftet. Nur dank Humboldts Einflussnahme entgeht er einer Gefängnisstrafe, wird jedoch ins Exil nach Amerika geschickt.

Mit viel Humor, Ironie und erzählerischer Fiktion beschreibt Daniel Kehlmann in seinem Roman das Leben dieser zwei Genies zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Die Badische Landesbühne zeigt Die Vermessung der Welt anlässlich des 250. Geburtstages von Alexander von Humboldt (1769-1859).

Eintritt: 26 € / 23 € / 20 €
Schüler/Studenten 5 € auf ausgewählten Plätzen
(gegen Vorlage des Ausweises bei Kartenkauf und Einlass)

Termin

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Veranstalter

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